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25.09.2006: Alexander Waske wird in Düsseldorf für Deutschland zum Matchwinner...

Alexander Waske wird in Düsseldorf für Deutschland zum Matchwinner...

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Düsseldorf. Das deutsche Davis Cup-Team hat den Klassenerhalt in der Weltgruppe geschafft. Alexander Waske holte im Düsseldorfer Rochusclub den entscheidenden Punkt im Playoff-Duell gegen Thailand. Der Frankfurter besiegte dank einer starken Vorstellung Paradorn Srichaphan mit 6:4, 7:5, 7:6(12). Florian Mayer machte schließlich den 4:1-Sieg durch ein 6:1, 6:3 über Sanchai Ratiwatana perfekt. "Ich bin völlig durch den Wind. Ein Traum ist wahr geworden", sagte Waske. Nach dem fünften Matchball und 2:28 Stunden sank der 31-Jährige rücklings auf den roten Sand. Die Mitspieler und Kapitän Kühnen stürmten auf ihn zu. Haas und Michael Kohlmann schulterten den Matchwinner zur Ehrenrunde, bei der er euphorisch eine Deutschland-Fahne schwenkte.

Zuvor zeigte Waske, der den körperlich geschwächten Haas ersetzte, eine sehr solide und abgeklärte Leistung und beherrschte den technisch sehr starken Spitzenspieler vor allem dank seines herausragenden Aufschlags. Richtig eng, wurde es im Tie-Break des dritten Satzes, als der Frankfurter zwei Satzbälle von Srichaphan abwehrte, er dann selber den Sack zumachen und jubeln konnte. "Ich hätte nicht gedacht, dass ich gewinne und kann das auch noch nicht richtig begreifen. In ein paar Tagen werde ich hoffentlich begreifen, welchen Anteil ich an diesem Sieg habe. Dieser Erfolg ist unheimlich wichtig für meine weitere Entwicklung", sagte Alexander Waske auf der anschließenden Pressekonferenz und erzählte außerdem, dass er sich den Tennisball, der das Match entschied gleich sicherte. "Ich habe mir den Ball genommen und "Davis Cup Srichaphan" draufgeschrieben. Das mache ich mit allen wichtigen Matchbällen so!".

Das deutsche Doppel Alexander Waske/Michael Kohlmann setzte sich am Sonnabend gegen die thailändischen Zwillingen Sanchai und Sonchat Ratiwatana glatt mit 6:1, 6:2, 6:0. Waske/Kohlmann verwandelten nach gerade einmal 72 Minuten Spielzeit ihren zweiten Matchball und setzten damit das Sahnehäubchen auf eine ganz starke Vorstellung an diesem Tag. Mit einem starken Returnspiel und souveränen Aufschlagspieler ließen die Gastgeber den Asiaten nicht den Hauch einer Chance und sorgten somit dafür, dass die Deutschen nun nur noch einen Punkt benötigen, um auch im nächsten Jahr in der Weltgruppe antreten zu können.
"Wir haben die Thailänder sofort mit unserem aggressiven Spiel unter Druck gesetzt und haben klar gemacht, dass wir nichts anderes, als einen klaren Sieg akzeptieren werden. Ich glaube, das ist uns heute alles sehr gut gelungen", fasste Michael Kohlmann den gelungenen Auftritt des deutschen Doppels zusammen. Im zweiten Einzel am Freitag hatte Florian Mayer rang den thailändischen Spitzenspieler Paradorn Srichaphan in fünf Sätzen mit 3:6, 7:6(4), 3:6, 6:2, 6:3 nieder und holte damit den ersten Punkt für Deutschland im Kampf um den Verbleib in der Weltgruppe. Mayer holte mit dem Erfolg gegen Srichaphan seinen ersten Sieg überhaupt in einer Davis Cup-Partie und verdiente sich diesen redlich. Nach verlorenem ersten Durchgang kämpfte sich der Weltranglisten-53. mit viel Leidenschaft ins Match zurück, musste sich aber nach gewonnenem zweiten Satz im Tie-Break des dritten Durchgangs wiederum geschlagen geben. In den letzten beiden Sätzen spielte der Deutsche schließlich seine Stärken aus und setzte dem Asiaten mit variationsreichem Angriffstennis mächtig zu und holte sich in den entscheidenden Momenten die Breaks. Unter dem Jubel der 3.600 begeisterten Zuschauer und seiner Mannschaftskollegen verwandelte Mayer schließlich seinen ersten Matchball. "Für mich war wichtig, dass ich endlich ein Davis Cup-Spiel gewonnen habe. In den letzten beiden Sätzen habe ich viel aggressiver gespielt und dann hat es auch gleich viel besser funktioniert," sagte ein sichtlich befreiter Florian Mayer. Deutschlands Nummer eins, Tommy Haas, hatte zuvor das Auftaktspiel der Partie gegen Danai Udomchoke nach 3:18 Stunden mit 3:6, 6:2, 6:7(6), 6:3, 3:6 verloren. Haas startete gut in die Partie und legte ein 3:0 vor, verlor in der Folge aber den Faden komplett. Die Nummer 14 der Weltrangliste gab sechs Spiele in Serie ab und unterlag gegen einen frech aufspielenden Udomchoke im ersten Durchgang mit 3:6. In Satz zwei ging Haas dann deutlich konzentrierter zu Werke und transportierte diesmal ein frühes Break im ersten Spiel zum klaren 6:2-Satzgewinn. Ein echten Tennis-Krimi bekamen die Besucher im Rochusclub dann im Tie-Break des dritten Satzes geboten. Der Deutsche gab zunächst einen 5:3-Vorsprung aus der Hand und vergab beim 6:4 zwei Satzbälle, ehe er den Satz an Udomchoke mit einem Doppelfehler verschenkte. Den vierten Satz dominierte der Deutsche, der sich ein 5:0 erspielte, Minuten später aber wieder zittern musste und den Satz letztlich erst mit 6:3 unter Dach und Fach bringen konnte. Bereits in dieser Phase hatte Haas muskuläre Probleme im Oberschenkel, die sich im fünften Durchgang noch verschlimmerten. Haas musste im Entscheidungssatz einen 0:3-Rückstand kassieren und konnte dann mehrere Break-Chancen nicht nutzen, um ins Match zurückzukehren. Der Thailänder, der eines der besten Matches seiner Karriere bot, verwandelte schließlich den ersten Matchball und brachte die Asiaten so mit 1:0 in Führung. "Das ist der größte Sieg in meiner Karriere. Ich bin sehr glücklich, dass ich gegen die Nummer 14 der Welt in Deutschland gewinnen konnte. Das war zwar jetzt das 1:0, aber es wird noch sehr schwer, Deutschland zu besiegen", sagte Danai Udomchoke nach seinem Trumph. "Besonders nach dem dritten Satz habe ich mich sehr schlapp gefühlt. Wahrscheinlich bin ich auch selber schuld, dass er so gut gespielt hat. Ich habe nie wirklich zu meinem Spiel gefunden und muss jetzt herausfinden, woran das gelegen hat", resümierte ein restlos enttäuschter Tommy Haas.

Durch den Erfolg spielt Deutschland auch im kommenden Jahr in der Weltgruppe des Davis Cups. Die Auslosung für die Erstrundenspiele findet am Donnerstag, den 28. September um 12 Uhr in Rom statt.

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