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25.09.2006: Davis Cup: Waske/Kohlmann gnadenlos

Davis Cup: Waske/Kohlmann gnadenlos

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Nach der Schlappe von Tommy Haas gegen Danai Udomchoke und dem begeisternden Fünf-Satz-Sieg von Florian Mayer gegen Paradorn Srichaphan haben Alexander Waske und Philipp Kohlmann im Davis-Cup-Relegationsspiel gegen Thailand das DTB-Team wieder auf Kurs gebracht.

Im Doppel waltete das deutsche Duo gegen die Nobodys Sanchai und Sonchat Ratiwatana ohne Gnade: Mit 6:1, 6:2 und 6:0 wurden die Zwillinge abgefertigt.

"Wir haben gebrannt. Am liebsten hätten wir schon gestern Abend gespielt", sagte Waske. Kollege Kohlmann war die Freunde und Erleichterung ebenso anzusehen: "Wir hatten ein Supergefühl." Dem Team von Bundestrainer Patrik Kühnen fehlt zum Sieg in der Relegationspartie auf rotem Sand nun nur noch ein Punkt aus den beiden Einzeln zum Verbleib in der Daviscup-Weltgruppe.

Haas will die Scharte auswetzen

Den entscheidenden Sieg will Tommy Haas im Spitzenspiel gegen Paradorn Srichaphan holen, der in seinem Auftaktmatch gegen Danai Udomchoke eine blamable Vorstellung abgeliefert hatte. Im möglicherweise entscheidenden letzten Einzel stehen sich danach Florian Mayer und der überraschend starke Udomchoke gegenüber.

"Es geht mir wieder besser, und ich fühle mich auch fit genug, um mein zweites Einzel spielen zu können", sagte Haas am Rande der Doppelpartie. Eine Erklärung für die Krämpfe tags zuvor und seine erschreckend schwache Leistung hatte er freilich noch immer nicht gefunden.

Ein ernstes Gespräch habe er mit Kühnen geführt, dessen Inhalt aber intern bleiben werde. Offiziell heißt es, die Umstellung vom Hartplatz in Flushing Meadows auf den roten Sand in Düsseldorf sei dem US-Open-Viertelfinalisten nicht bekommen.

Doch die anderen Spieler haben die gleichen Bedingungen. Für Udomchoke war es sogar der erste Sand-Einsatz seit drei Jahren. Und auch Srichaphan spielt nicht gern auf Asche, auf der er in diesem Jahr noch keines seiner acht Matches gewinnen konnte.

Mayer tankt viel Selbstvertrauen

"Seit den French Open habe ich nicht mehr auf diesem Belag gespielt", sagte Thailands Nummer eins. "Er hat Klasse gespielt", sagte Mayer. "Wenn er auch gegen Haas so auftrumpft, wird es nicht leicht für Tommy zu gewinnen."

Dass der Bayreuther Mayer dem Druck standgehalten hatte und im dritten Anlauf seinen ersten Daviscup-Einzelsieg feiern konnte, nötigte den Kollegen großen Respekt ab. "Das war eine super Leistung, die dem Flo auch in den nächsten Monaten viel geben wird", sagte Waske. "Er hat uns damit natürlich eine ganze Menge Druck für das Doppel genommen."

Selbstbewusst und locker trumpften Waske/Kohlmann auf. Nie ließen sie auch nur einen Hauch von Zweifel aufkommen, dass sie das Match gegen die überforderten Ratiwatanas verlieren könnten. "Wir haben gesagt, dass wir offensiv spielen wollen", erklärte Waske. Vielleicht können die beiden Freunde, die auf der ATP-Tour jüngst das Turnier in Houston gewonnen hatten, die erhoffte Bank im Daviscup-Doppel werden. Mehr als ein Fingerzeig war die Partie gegen Thailand nicht.

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