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17.04.2006: Waske triumphiert in Houston

Waske triumphiert in Houston

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München - Im Einzel hat es nicht geklappt, aber gemeinsam sind die deutschen Spieler stark.

Das Duo Alexander Waske und Michael Kohlmann setzte sich beim ATP-Turnier in Houston im Doppelfinale gegen die Österreicher Jürgen Melzer und Julian Knowle durch.

Mit 5:7, 6:4 und 10:5 im Champions-Tie-Break konnte sich vor allem Waske über seinen ersten großen Titel auf der Tour freuen.

Schnell in Rückstand geraten

Dabei lief es zu Beginn der Partie eher gegen die deutsche Verbindung, schnell lag sie mit 1:4 hinten.

"Wir hatten einiges Pech mit den No-Ad-Punkten, die wir im ersten Satz alle verloren", erzählt Waske bei Sport1.de, "und wenn man diese drei Punkte verliert, sind das dann nun mal drei Spiele", so der Frankfurter weiter.

Seit Herbst 2005 gelten die neuen Regeln in der Doppelkonkurrenz, die die Spieldauer verkürzen und die Partien so für Zuschauer und notorische Einzelspieler attraktiver machen soll. Bei "Einstand" entscheidet sofort der nächste Punkt über das Spiel, den "Vorteil" gibt es nicht mehr ("No-Ad").

Mit Kampfgeist zum Sieg

"Der neue Zählmodus begünstigt das glücklichere Team. Dem einen gefällt es, dem anderen weniger. Ich hab es lieber, wenn das bessere Team gewinnt", bilanziert Waske.
Vielleicht waren sie an diesem Tag nicht viel besser als ihre Gegner, aber sie haben sich wohl ein bisschen mehr reingehängt. Denn auch im zweiten Durchgang lagen Waske/Kohlmann mit dem Break hinten und meldeten sich doch wieder zurück.

"Ganz wichtig war, dass wir nach dem 5:7, 1:4 weiter gekämpft und auf unsere Chance gewartet haben. Die hat sich dann auch ergeben", erzählt der 31-Jährige, der sich im entscheidenden Champions-Tie-Break auf die Stärken seines Partners verlassen konnte.

Viertelfinalsieg gegen die Bryan-Brüder

"Michael hat vorne "dicht" gemacht und die entscheidenden Returns im Tie-Break gemacht. Ihm gebührt natürlich ein großer Anteil an unserem Erfolg", lobt Waske.

Schon im Viertelfinale hatte das Duo für Furore gesorgt, als es das an Nummer eins gesetzte Doppel Bob und Mike Bryan aus den USA bezwingen konnte.

"Den Sieg gegen die Bryans werden wir beide sicher nie mehr vergessen. Sie sind wirklich die Besten und wir konnten sie zum ersten Mal bezwingen, weil wir genauso gekämpft haben wie heute", freut sich Waske.

Doppeltitel als Trostpflaster

Bisher konnte der Frankfurter nur bei Challenger-Turnieren Titel sammeln und sich bei Einsätzen für Deutschland zumeist an der Seite von Tommy Haas in Szene setzen.

Nach dem bitteren Aus im Davis Cup gegen Frankreich ist der Doppel-Titel ein willkommenes Trostpflaster für Waske, kann die Glücksgefühle im Zeichen der schwarz-rot-goldenen Flagge aber wohl nur schwer ersetzen.

Aber um diese seltenen Momente wieder erleben zu können, muss Waske seine Position als bester deutscher Doppelspieler festigen: "Ich habe ja keinen Freibrief für die Doppelposition in Deutschland. Ich werde sie immer beweisen und verteidigen müssen." In Houston ist ihm dafür ein erster Schritt gelungen.

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