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10.06.2005: Waske wirft Superstar Nadal raus

Waske wirft Superstar Nadal raus

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Der Frankfurter Alexander Waske hat die Sensation geschafft: Beim "deutschen Wimbledon" in Halle düpierte er den neuen Tennis-Superstar Rafael Nadal.

Drei Tage nach seinem Triumph bei den French Open in Paris musste der Spanier gleich in der ersten Runde die Segel streichen. Waske, die Nummer 147 in der Weltrangliste, besiegte die Nummer drei mit 4:6, 7:5 und 6:3.

Nur mit Wildcard auf den Platz
Bei dem mit 659.000 Euro dotierten 13. „Gerry Weber Open“ im ostwestfälischen Halle war Waske nur mit einer Wildcard in das 32er-Hauptfeld gekommen. Im Achtelfinale trifft er jetzt auf den Spanier Juan Carlos Ferrero.

„Kind, komm' sofort nach Hause“
„Es war gut, dass ich einen Tag hatte, an dem ich vielen Leuten Freude bereiten konnte“, kommentierte Waske seinen Erfolg. Und rechnet mit mehr: „Hier in Halle geht noch einiges.“ Dabei wollte Waske nach der Auslosung noch einen Rat seiner Mutter befolgen: „Als sie von Nadal als meinem ersten Gegner hörte, sagte sie, Kind, komm' sofort nach Hause.“

Waske stoppt Nadals Sieges-Serie
Nadals Enttäuschung hielt sich in Grenzen: „Ich habe auf Rasen noch nicht mein bestes Tennis zeigen können. Es braucht seine Zeit, um sich umzustellen. Ich bin noch ein bisschen müde. Viel zu selten gestaltete Nadal sein Spiel in Halle zu einer Demonstration seines großen Könnens. Waske witterte mit zunehmender Spieldauer die große Chance und nutzte nach 1:51 Stunden den von rund 10.000 Zuschauern umjubelten zweiten Matchball zum Sieg. Damit beendete Waske gegen das Kraftpaket aus Mallorca eine Serie von 24 Einzelsiegen Nadals hintereinander.

Wende im zweiten Satz
Waske agierte mutig, doch im dritten Spiel des ersten Satzes durchbrach Linkshänder Nadal das Service des 30 Jahre alten Deutschen, dem in Durchgang eins sechs Doppelfehler unterliefen. Danach wurde Doppel-Spezialist Waske wesentlich sicherer und nahm dem vermeintlich übermächtigen Gegner nach 1:15 Stunden den zweiten Satz mit einem Break ab. Nadal wirkte danach kraftlos und ließ sich von Waske mehr und mehr einschüchtern.

Werbung für das deutsche Tennis
Damit ist eine mögliche Neuauflage des French-Open-Halbfinales zwischen Nadal und Titelverteidiger Roger Federer geplatzt. Bei Turnierdirektor Ralf Weber schlugen zwei Herzen in einer Brust: „Für das Turnier ist es schade, dass ein Publikumsmagnet ausgeschieden ist. Doch für das deutsche Tennis ist es eine hervorragende Werbung.“

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