Presse-Lounge

<< zurück

23.05.2005: Haas/Waske sichern vierten WM-Triumph

Haas/Waske sichern vierten WM-Triumph

Link zur Quelle / Link to source

In der Neuauflage des Endspiels von 1989 holte der Hamburger im Doppel mit Alexander Waske durch ein 6:1, 6:2 gegen die Zufalls-Kombination Guillermo Coria/Guillermo Canas den entscheidenden Punkt zum 2:1-Sieg gegen das hoch favorisierte Argentinien. Zwei Stunden zuvor hatte er mit seinem Sieg gegen Gaston Gaudio die Niederlage von Florian Mayer gegen Coria ausgebügelt und den vierten WM-Erfolg nach 1989, 1994 und 1998 erst möglich gemacht.

"Das ist bestimmt nicht die beste Vorbereitung auf die am Montag beginnenden French Open. Aber dieser Sieg hier ist mir wichtiger. Ich bin stolz, für Deutschland zu spielen", sagte Haas, der bei seinem kaum für möglich gehaltenen 6:4, 6:3 gegen French-Open-Gewinner Gaudio den Nachweis dafür lieferte. Nach der 1:6, 1:6-Pleite des erschöpften Mayer gegen French-Open-Finalist Coria hatte er damit den Grundstein dafür gelegt, dass Deutschland die bisherigen Rekordsieger USA und Spanien einholen konnte.

"Das war sicher nicht mein bestes Sandplatztennis. Aber es war das beste Match auf diesem Untergrund in den letzten Wochen", sagte der Matchwinner, der glänzend aus den Startlöchern kam. Doch seinen 3:0-Vorsprung verspielte er prompt wieder und fetzte sich beim Seitenwechsel mit Teamchef Patrik Kühnen. "Nach dem Frust hat mir das gut getan und neue Motivation gegeben", meinte die Nummer eins im Team, die nach kurzer Verschnaufpause das Racket wieder griff und sich mit Waske anschickte, die Sensation perfekt zu machen.

Vergessen war die böse Schlappe von Florian Mayer, der gegen Coria nicht den Hauch einer Chance gehabt hatte. "Wenn man so deutlich verliert ist das frustrierend", sagte der 21-Jährige. Tags zuvor hatte er mit einer Energieleistung David Ferrer geschlagen und den Fehltritt von Haas gegen Tommy Robredo ausgemerzt. "Natürlich war ich heute noch ziemlich müde davon. Aber das soll und darf keine Ausrede sein." Trotz der Ernüchterung konnte der Bayreuther erhobenen Hauptes den roten Sand des Rochusclubs verlassen, denn nicht nur er wusste, dass er "gegen einen der besten Sandplatzspieler" verloren hatte.

<< zurück